![]() Reha-Forum-Oldenburg Reha-Forum Reha-Forum Oldenburg Die Diskussion über die Frage der Finanzierung der Sozialsysteme ist ja schon lange ein Thema in den Medien. Ausgenommen davon sind auch nicht die Berufs- genossenschaften, die mit dem Problem der Kostensteigerungen im Gesundheits- und Rehabiltationswesen ebenso kämpfen wie die z. B. Träger der Kranken- oder Renten-versicherung. Für die Berufsgenossenschaften ergibt sich aber das Problem, dass die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung im Gegensatz zu den anderen Trägern der Sozialversicherung alleine von den Arbeitgebern getragen werden. In Zeiten wirtschaftlicher Schwäche macht dies natürlich besondere Probleme, da viele Beitragszahler für die Berufsgenossenschaften durch Insolvenz nicht mehr zur Verfügung stehen und somit nicht unerheblichen Beitragsausfälle entstehen. Neben den laufenden Leistungen müssen die Berufsgenossenschaften die alten Entschädigungs- leistungen der Unternehmen in Form von Versichertenrenten weiterzahlen und auch die alten Versicherungsfälle weiter entschädigen. Hinzu kommen noch Kosten die die Berufs- genossenschaften jetzt zu entschädigen haben, die aber auf die Tätigkeit der Versicherten in Unternehmen zurückzuführen sind, die teilweise jahrzehnte zurückliegen. Gemeint sind hier die Kosten für Berufskrankheiten die teilweise erst sehr spät entstehen, z. B. bei Einwirkungen durch Asbest oder ähnlichen Stoffen. Daneben sollen die Berufsgenossenschaften aber auch noch dem gesetzlichen Auftrag nachkommen, Rehabilitation mit allen geeigneten Mitteln zu erbringen. Ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Um dieser Aufgabenstellung gerecht werden zu können, haben sich einige Berufsgenossenschaften zu einem Benchmarkingclub zusammen- geschlossen Es soll durch einen Leistungsvergleich und kritischem Austausch zwischen gesetzlichen Unfallversicherungsträgern nach Lösungen gesucht werden, wie man durch die Optimierung von Geschäftsprozessen einen Beitrag zur Leistungs- verbesserung für die Versicherten und auch eine Kostenminimierung erreichen kann, um auch langfristig den gesetzlichen Aufgaben gerecht zu werden. Dabei steht zum Beispiel die Erhaltung von Arbeitsplätzen nach einem Versicherungsfall oder die Verbesserung des Heilverfahren im Vordergrund. Es soll durch eine Verfahrensoptimierung eine Verbesserung der Versorgung der Versicherten erreicht werden. Auf der anderen Seite soll trotz einer Verbesserung der Versorgung der Versicherten aber auch eine Verminderung der Beitragslasten der Unternehmer und Unternehmen, die die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung alleine tragen, erreicht werden . Dieses Anliegen kann nur erreicht werden, wenn die einzelnen Geschäftsprozesse kritisch überprüft werden. Erste Ergebnisse des Benchmarkingclubs lassen den Schluss zu, dass eine Verbesserung der Leistungsqualität nicht zu höheren Kosten und somit zu höheren Beiträgen führen muss. Das Projekt des Benchmarkingclubs wird von Herrn Prof. Dr. Bräunig von der Universität Gießen wissenschaftlich begleitet. Nähere Informationen was Benchmarking ist und was Benchmarking bei den Berufsgenossenschaften bewirken soll, findet ihr in der Linksammlung weiter unten. Auf den Seiten des Benchmarkingclubs werden die ersten Ergebnisse im Bereich der beruflichen Rehabilitation (Berufshilfe) dargestellt. Leistungsoptimierung und Kostensenkung durch Benchmarking bei den Berufsgenossenschaften ![]() Lins zum Thema ![]() |